Grüne Plakette - freie Fahrt in jeder Umweltzone
Um die Feinstaubbelastungen in den Griff zu bekommen, wurden mittlerweile in vielen Städten so genannte „Umweltzonen“ eingerichtet. Welche Fahrzeuge dort fahren dürfen, richtet sich nach dem Schadstoffausstoß der Autos.
Dass bestimmte Umweltbedingungen schädlich für Menschen sein können, ist nicht erst seit der Diskussion der letzten Jahre hinreichend bekannt. Bereits seit langem weisen Ärzte auf die Verbindung zwischen Umwelteinflüssen und bestimmten Krankheitsbildern hin. Welche Umwelteinflüsse dabei genau eine Rolle spielen, kann allerdings von Mensch zu Mensch durchaus unterschiedlich sein. Sicher ist aber, dass beispielsweise die so genannten Feinstaubpartikel, die durch die Abgase von Fahrzeugen entstehen, einen durchaus entsprechend schädlichen Einfluss haben können. Ein Problem, von dem vor allem viele Großstädte betroffen sind. Um die Feinstaubbelastung in den Griff zu bekommen und in besonders auffälligen Straßen sogar zu senken, sind deswegen mittlerweile in vielen Städten so genannte „Umweltzonen“ entstanden. Das Besondere: Nur Fahrzeuge, die in Sachen Feinstaubausstoß bestimmten Mindestanforderungen genügen, ist die Durchfahrt durch die Umweltzone gestattet.
Um eine möglichst einfache Form der Kontrolle zu gewährleisten, wurde für das Durchfahren der Umweltzonen ein Plakettensystem entwickelt, das wie eine Ampel die Farben rot, gelb und grün beinhaltet. Autos mit hohem Schadstoffausstoß erhalten demnach eine rote Plakette, Fahrzeuge mit mittlerem Schadstoffausstoß eine gelbe und Fahrzeuge mit einem sehr geringen Schadstoffausstoß eine grüne. Für die meisten Umweltzonen gilt, dass Autos mit einer roten Kennzeichnung die Zone meist nicht befahren dürfen, Autos mit einer gelben Kennzeichnung nur eingeschränkt. Lediglich Autos mit einer grünen Kennzeichnung haben freie Fahrt in sämtlichen Umweltzonen. Fahrzeughaltern, die ohne eine solche Plakette eine Umweltzone befahren, droht ein Bußgeld von 40,00 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Erhältlich sind die jeweiligen Feinstaubplaketten entweder beim Straßenverkehrsamt, teilweise auch in den Bürgerbüros einer Stadt. Darüber hinaus bieten auch verschiedene Werkstätten oder Automobilclubs die Plakette an. Und auch im Internet gibt es einige seriöse Angebote. Vorgelegt werden muss in jedem Fall der Kfz-Schein, da hier die entsprechende Schadstoff-Schlüsselnummer des Fahrzeugs vermerkt ist.