Babybrei selber kochen oder doch lieber kaufen?
In den Medien entdeckt man täglich neue Lebensmittelskandale und viele Eltern fragen sich, welchen Brei sie ihrem Kind ohne Bedenken anbieten können. Selbst gekocht oder im Glas gekauft - beides hat Vor- und Nachteile.
Babys müssen langsam an feste Nahrung gewöhnt werden. In den ersten Lebenswochen und -monaten trinken sie nur Milch, weil hier alles, was sie brauchen, unkompliziert verpackt ist. Der Körper der Mutter produziert genau die Zusammensetzung, die das Kind benötigt. Übergewicht und Fehlernährung sind keine Probleme, um die Mütter sich in den ersten Tagen sorgen müssten. Doch die Milchquelle versiegt, lange bevor die Zähne wachsen. Brei und ähnliche sehr weiche Lebensmittel müssen gefunden werden, um das Kind so lange zu ernähren, bis es alles essen kann. Im Grunde können Kinder schon von Anfang an alles essen, was auch die Eltern zu sich nehmen, es muss nur weicher sein, damit sie es schlucken können. Doch mit Gewürzen und einigen Nahrungsmitteln muss man vorsichtig sein.
Die Ernährung der Erwachsenen ist für Kleinkinder oft viel zu salzig. Essen die Kleinen schon im ersten Lebensjahr mit den Eltern mit, kann es zu einer Überdosis Natrium kommen, die sogar lebensbedrohliche Ausmaße haben kann. Schon allein aus dieser Gefahr heraus kann es besser sein, Kleinkinder mit Brei aus dem Glas zu füttern. Hier ist die Rezeptur ganz auf die Bedürfnisse der Babys abgestimmt und es besteht keine Gefahr der Vergiftung. Besonders wenn auch die Eltern nicht selbst frisch kochen, ist dies die beste und gesündeste Alternative. Wenn die Eltern aber für sich selbst Fertignahrung grundsätzlich vermeiden, stehen sie den Babyfertigprodukten meist ebenfalls skeptisch gegenüber.
Man kann durchaus auch gefahrlos für Kleinkinder den Brei selbst kochen, wenn man ein wenig mit dem Herd und frischen Lebensmitteln umgehen kann. Eine zu große Vielfalt sollte man den Kindern zu Beginn aber nicht zumuten. Eine Gemüsesorte nach der anderen sollte man in den Speiseplan einfügen. So kann man auch schnell erkennen, wenn das Kind ein Nahrungsmittel nicht verträgt. Etwa ein bis zwei Wochen sollte man bei einer Sorte bleiben, bis man die nächste einführt. Wenn die Kinder zu Beginn nicht genug essen, um ein Gläschen pro Tag zu leeren, ist dies kein Grund, die Fertignahrung zu vermeiden. Im Kühlschrank aufbewahrt kann man das Gläschen auch nach und nach verfüttern.