Krampfadern lasern – Behandlung ohne große Operation

Krampfadern sehen nicht nur sehr unschön aus, sondern können auf lange Sicht auch gefährlich werden. Für die Behandlung gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, unter anderem auch eine mit Hilfe eines Lasers.

Spannungs- oder Schweregefühle in den Beinen, Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe – die ersten Anzeichen für das Vorhandensein von Krampfadern sind vielfältig. Sind die Krampfadern bereits weiter fortgeschritten, kann man die verdickten Venen als verästelte Formen durch die Haut hindurch erkennen. Die Ursachen der Krankheit liegen entweder in einer angeborenen Schwäche der Venenwände oder des Bindegewebes oder darin, dass das Blut in den tiefen Beinvenen nicht mehr ungehindert abfließen kann, beispielsweise wegen eines Gerinnsels oder eines Tumors. Deswegen wird das Blut statt über die Leitvenen über die Oberflächenvenen gepumpt. Krampfadern sind also nicht nur ein „Schönheitsfehler“, sondern können durchaus ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen. Schwere Schäden in den betroffenen Beinen sind ebenso möglich wie eine Thrombose oder eine Lungenembolie, die zum Tod führen kann. Vor allem aus diesen Gründen sollten Krampfadern in jedem Fall rechtzeitig behandelt werden.

Für die Behandlung der Krampfadern gibt es viele Möglichkeiten. So können die betroffenen Venenabschnitte beispielsweise bei einer entsprechenden Operation gezogen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die so genannte „endovenöse Lasertherapie“. Anstatt die erkrankten Venen aus dem Bein herauszuziehen wie bei einer Operation, wird bei dieser Art von Lasertherapie mit einem Spezialgerät die betroffene Venenwand erwärmt. Diese schrumpft dadurch deutlich und wird gleichzeitig verschweißt. Dafür wird die entsprechende Krampfader entweder auf der Höhe des Innenknöchels oder auf der Höhe des Kniegelenks punktiert oder durch einen minimalen Schnitt freigelegt. Danach wird die sehr dünne Lichtleitfaser des speziellen Lasergerätes in die Vene eingeführt und die vom Laser erzeugte Energie sorgt für die Erwärmung der Eiweißmoleküle in der Venenwand und dies wiederum hat die erwähnte Schrumpfung und Verschweißung zur Folge.

Der Vorteil dieser Vorgehensweise, die sich allerdings nicht für alle Formen von Krampfaderbehandlung eignet: Die betroffene Vene bleibt im Körper und der Patient kann nach der Behandlung seinen Alltag schnell wieder aufnehmen.

13. 2010