Die alljährliche Devise kurz vor Sommer: Hüftspeck weg

Unter dem Motto „Hüftspeck weg“ beginnen jedes Jahr viele Menschen eine Diät oder Sport, um für Badeurlaub, Hochzeit oder gar die Gesundheit in Form zu kommen. Wie bei vielen Dingen hilft maßhalten in jeder Hinsicht.

Wenn wärmere Temperaturen Einzug halten oder ein Urlaub in südliche Gefilde ansteht, neigen Menschen dazu, ihren Körperumfang plötzlich als Problem zu betrachten. Was unter dem Winterpulli kaum auffiel, wird in freizügiger Sommer- oder Festkleidung auf einmal zum unerwünschten Signal von verschiedensten gesellschaftlich gebrandmarkten Unarten: Unsportlichkeit, ungesunde Ernährungsweise, ungezügelte Lust am Essen etc. Das Schönheitsideal der menschlichen Körperformen wandelt sich zwar historisch immer wieder, doch in westlichen Gesellschaften hat es sich vorerst eingependelt auf die Gleichung „schlank ist attraktiv“. So vermitteln es zumindest die Werbebotschaften in den Medien.

Im direkten Vergleich wird einer Frau mit runden, weiblichen Formen oder einem kompakten Mann dann doch häufig der Vorzug vor den hageren Versionen gegeben. Maßhalten bedeutet daher auch, kein zu hartes Urteil über sich zu fällen und die Ziele des Plans "Hüftspeck weg" realistisch auszulegen. Wer langsam abnimmt, nimmt nachhaltiger ab, vermeidet Quälerei und Jojo-Effekt. Und wenn es doch kurzfristig sein muss, damit der Knopf für ein bestimmtes Kleidungsstück zugeht, kann man auf überflüssiges Wasser im Körper setzen. Mit einigen Tagen salzarmer Ernährung, Reismahlzeiten (Reis entwässert) und etwas Sport lassen sich bemerkbar Effekte erzielen. Damit ist jedoch noch nicht der Hüftspeck weg.

Um wirklich abzunehmen, muss der Kalorienverbrauch des Körpers längerfristig unter der Kalorienaufnahme liegen. Zuerst sollten die persönlichen Essgewohnheiten analysiert werden, um sinnvolle Einsparungsmöglichkeiten finden zu können. Denn Hungern oder wenig Schmackhaftes zu essen, führt schnell zu Misserfolg. Grundsätzlich sollte man regelmäßig und langsam, in Ruhe essen. So lassen sich Hungerattacken und zu viel essen vermeiden. Oft können Fett und Zucker im Speiseplan reduziert werden. Tägliche Schokoriegel oder allabendliches Bier sollten für eine Weile verabschiedet werden. Diese Dinge ganz vom Speiseplan zu verdammen, macht langfristig jedoch wenig Sinn. Durch die Umstellung von Fertiggerichten auf selbst gekochtes kann in vielen Fällen ein nachhaltiger Gewichtsverlust erzielt werden.

23. 2010